Sie leiteten die Geschicke des Chors...

Clemens Schöb
Präsident 2009 - 201x, geb. 1954

Der Kandidatur von Clemens Schöb, nach einem Vereinsjahr ohne Chorpräsident, wurde von allen Teilnehmern an der 153. HV begeistert zugestimmt. Chor, Vorstand und Dirigent wollten wieder einen Repräsentanten und die Voten und der lang anhaltende Applaus zeigten, dass der richtige Mann (er war bereits vor einem Jahr angefragt worden) für den Chor gefunden war und motiviert werden konnte.
Umgehend wurden die Planung der nächsten Jahre an die Hand genommen und konkrete Ziele umgesetzt (Image-Flyer, weitreichende Statutenrevision, neue Homepage, eigenes Liederbüchlein). Unerwartet rasch kam die Aufgabe hinzu, einen neuen Dirgenten zu suchen. Mit Sorgfalt und Umsicht wurden die Anforderungen definiert und die Auswahl aus der grossen Zahl von Bewerbern getroffen. So wurde erstmals in der Vereinsgeschichte eine Dirigentin gewählt.

Dr. Georges Meyer
Präsident 2000 - 2008, geb. 1955
Georges Meyer

Georges Meyer führte die eingeleitete "Modernisierung" von Paul Eigenmann weiter. Von Anfang an war sein Handeln geprägt durch eine frühzeitige und weitsichtige Planung. Er legte zu Beginn seiner Präsidialzeit die Hauptereignisse seiner Amtsherrschaft fest. Er sorgte für eine stetige Erneuerung im Vorstand und den Kommissionen, ohne die guten Traditionen des Chors aufzugeben. Sein Ziel war es, den Chor vom verstaubten Männerchor - Klischee wegzuführen in einen zeitgemässen Chor, welcher in das veränderte Umfeld passt und auch für junge Sänger attraktiv ist. Eine wichtige Rolle spielte dabei Dirigent Hans Bögli, der zeitgemässe Chorliteratur mit Blues, Swing oder Latin, sowie auch moderne Lieder und Showelemente mit den Mannen einübte. Die Repräsentation des Chors nach aussen war dem Präsidenten wichtig. Neben erstklassigem Singen forderte er auch den entsprechenden Auftritt des Chors, was zur gemeinsamen Anschaffung einer Chorbühne mit dem Fürstenlandchor führte. Organisieren und Neues für Feste aushecken tat er gerne, was er bereits 1996 am 2-Tagesfest "Gossau wie es singt und lacht" als Unterhaltungschef unter Beweis stellte. Auch am 27. St. Galler Kantonalen Gesangsfest "ChorOpen Gossau 2005" und am 150-Jahr Chorjubiläum im 2007  brachte er dieses Talent sehr gut ein.

Im März 2011 übernahm Georges die Aufgabe des Vizedirigenten im Chor und arbeitet sich engagiert und gut in diese Funktion ein.

Paul Eigenmann
Präsident 1993 -2000, geb. 1946
Paul Eigenmann

Paul Eigenmann trat ein schweres Erbe an, da die Massstäbe, die Bruno Schwizer gesetzt hatte, hoch waren. Paul verstand es aber gut, die Sänger immer wieder zusammenzuhalten und zu Neuem zu bewegen. Er hat dem Chor das "Männerchörler sein" richtig vorgelebt. Neben Leitlinien und neuen Zielen für den Vorstand, führte er das Zeitalter der Elektronik und des PC im MCG ein. Alles, was im Verein gelaufen war, wurde im PC katalogisiert und abgelegt, sodass heute noch vieles elektronisch nachgeschlagen werden kann. Neben der Erarbeitung von ideellen Zielen hat Paul den Verein auch gegen aussen mit einem neuen Logo und einer neuen, anpassungsfähigen "Bekleidung" modernisiert und für die Neuzeit gerüstet. Die Nachwuchsförderung lag ihm sehr am Herzen und er konnte manchen Gewerbler - Kollegen zum Eintritt bewegen.

Bruno Schwizer
Präsident 1984 -1993, geb. 1948
bruno Schwizer

Mit Bruno Schwizer tritt ein Präsident mit Führungsqualitäten aufs Parkett. Besonnen und von gesunder Bodenständigkeit sind seine Entscheide. Was der Präsident Bruno sagt, das zählt in den Reihen der Sänger. Dies führt zu einem guten Zusammenhalt im Chor. Mit grosser Sorgfalt führt er eine Statuenrevision durch, welche lange Zeit Gültigkeit hat. Als Gewerbler integriert er den Chor in die gut gelungene Gewerbeausstellung G84, was dem Männerchor viel Lob und Mitglieder einbringt. Zusammen mit seinem Busenfreund und Reisekassier Hermann Bertschinger managet er den Chor zu aller Zufriedenheit. Am Schluss seiner Amtszeit wird er zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Auch nach seiner Präsidialzeit bringt er im Vorstand immer wieder seine wohlbedachten Argumente zum Wohle des Vereins ein.

Jakob Meier
Präsident 1978 -1984, geb. 1931

Jakob Meier versteht sich in seinem Amt als treuer Sachwalter bewährter Männerchortradition. Seinem Amt obliegt er mit seiner grossen Sorgfalt und Hingabe. Es ist ihm gelungen, die Nachfolge des langjährigen Dirigenten Donat Eigenmann innert nützlicher Frist und sehr zum Wohle des Chors zu regeln. In seiner Präsidialzeit werden die Musikkommission etabliert und die 2-Tages-Reisen zwischen den alle 4 Jahre stattfindenden 3-tägigen Reisen eingeführt. Zum 125-Jahr Jubiläum wird ein 3 Tagesfest mit dem Motto "Gossau singt" erfolgreich durchgeführt.

Karl Zwicker
Präsident 1973 -1978

Als sein Vorgänger 1973 zurücktrat, war es für Karl Zwicker kein Leichtes, sich als Präsident zur Verfügung zu stellen. Er hat sich seiner Aufgabe aber mit Witz, Redegewandheit und Einfallsreichtum gewidmet. Es ist vor allem sein Verdienst, dem Chor in der Mitgestaltung der Bettagsgottesdienste eine neue Aufgabe erschlossen zu haben. Unvergesslich bleiben seine, mit träfem Humor gewürzten Präsidialberichte und Ansprachen. Darin sind seine Freude am Singen, der ausgesprochene Sinn für Geselligkeit und die Schlagfertigkeit des gewieften Verbandsführers und Parlamentariers eine treffliche Verbindung eingegangen.

Dr. Walter Dillier
Präsident 1961 -1973, geb. 1919
Walter Dillier

In der ganzen Vereinsgeschichte gibt es keinen Präsidenten, welcher das Amt länger ausgeübt hätte als Walter Dillier. Seine Leistung in wenigen Sätzen darzustellen, ist deshalb schwierig. Seine Amtsführung war geprägt durch Schwung und Initiative, Einfallsreichtum und Sinn für die Gesangskultur. Seine Kompetenz als Präsident zeigte sich gleicherweise in der Gestaltung von besonderen Konzertanlässen wie in der Durchführung origineller gesellschaftlicher Veranstaltungen. Er verfügte über eine besondere Gabe, seine Sängerkameraden für Sonderleistungen und überdurchschnittlichen Einsatz zu motivieren. Es gelang ihm, traditionelle Anlässe so durchzuführen, dass sie auch immer einen gewissen Glanz des Neuen bekamen. Vor allem aber hat er immer wieder mit Erfolg den Kontakt zu anderen Chören gesucht. Die Anlässe, welche mit Wil, Lichtensteig und Ebnat-Kappel durchgeführt wurden, vermittelten den Gossauer Sängern unvergessliche Erlebnisse. Seine schwierigste Aufgabe war es, mit dem Chor das Debakel von Luzern, den Misserfolg mit dem Wettlied, zu verarbeiten. Nur einem Präsidenten von seinem Format konnte dies in so kurzer Zeit gelingen. Der Chor hat gut daran getan, sich die Talente von Walter Dillier auch über seine Präsidentschaft hinaus nutzbar zu machen, indem er ihn zum Ehrenpräsidenten erhob.

Isidor Bischof
Präsident 1956-1961, geb. 1926

Isidor Bischof übernahm, gerade 30 Jahre alt, die Präsidentschaft in einer bewegten Zeit der Männerchorgeschichte. Er führte den Verein über die Hundertjahr-Schwelle. Ihm oblag die Durchführung der Feier des hundertjährigen Chorjubiläums. Als Präsident hatte er auch eine wichtige Aufgabe im OK, welches die Durchführung des Kantonalen Sängerfestes 1958 organisierte. Es war für ihn keine leichte Aufgabe, zusammen mit dem damaligen Vorstand einen Nachfolger für den Dirigenten Paul Forster zu suchen und dem Chor vorzuschlagen. Das 21-jährige Wirken von Donat Eigenmann zeigt, dass es ihm gelungen ist, eine dauerhafte Lösung zu bewerkstelligen.